Glücksspielsucht kann Menschen in den Abgrund reißen. Manche verlieren „nur“ ihr Geld, andere ihre Beziehungen, ihre Gesundheit oder – im schlimmsten Fall – ihre Freiheit. Wer wegen einer spielsuchtbedingten Straftat im Gefängnis landet, hat es doppelt schwer: Die Sucht bleibt, aber die Unterstützung fehlt oft. Genau hier setzt unser Projekt Restart an.
Wir wollen Menschen helfen, nach der Haft nicht wieder in alte Muster zu verfallen, sondern eine echte zweite Chance zu bekommen. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass Glücksspielsucht auch auf gesellschaftlicher und politischer Ebene endlich ernst genommen wird.

Hilfe für einen Neustart
Wer von Glücksspielsucht betroffen ist, weiß: Der Weg raus ist nicht leicht. Besonders nach einer Haftstrafe gibt es viele Herausforderungen – Rückfallgefahr, fehlende Perspektiven, Unsicherheiten im Alltag. Restart bietet Unterstützung, um diesen Weg nicht allein gehen zu müssen.
Einzelgespräche und Coaching: Persönliche Gespräche helfen dabei, die individuelle Situation zu sortieren. Welche Auslöser gibt es für die Sucht? Wie lassen sich Rückfälle vermeiden? Wie kann ein stabiler Alltag nach der Haft aussehen? Wir hören zu und entwickeln gemeinsam Lösungen.
Ansprechpartner, die wirklich verstehen, worum es geht: Ob selbst betroffen oder jahrelang in der Beratung tätig – unser Team kennt die Probleme, die mit Spielsucht und Haft einhergehen. Ohne Vorurteile, aber mit echtem Interesse begleiten wir den Neustart.
Selbsthilfegruppen: Reden hilft. Die Selbsthilfegruppen des spielfrei24 sowie eigens für das Projekt ins Leben gerufene Selbsthilfegruppen unterstützen und begleiten in der Zeit nach der Haft.
Vermittlung hilfreicher Kontakte: Ein stabiles Umfeld ist entscheidend, um langfristig spielfrei zu bleiben. Wir helfen dabei, die passenden Anlaufstellen zu finden – von Suchtberatungsstellen bis hin zu Therapieplätzen. Auch bei der Suche nach Wohn- oder Arbeitsmöglichkeiten nach der Haft bieten wir Unterstützung.
Begleitung schon während der Haft: Veränderung beginnt nicht erst nach der Entlassung. Wir kommen in Haftanstalten, um über Glücksspielsucht aufzuklären und Betroffenen bereits dort die ersten Schritte in ein spielfreies Leben zu ermöglichen.
Spielsucht ernst nehmen – auch auf politischer Ebene
Glücksspielsucht ist eine anerkannte Krankheit, aber in vielen Bereichen der Gesellschaft wird sie immer noch nicht als solche behandelt. Besonders im Justizsystem gibt es großen Nachholbedarf. Während drogensüchtige Straftäter die gesetzlich verankerte Möglichkeit haben, eine Therapie statt Strafe zu machen, gibt es diese Alternative für Spielsüchtige nicht. Unser Ziel ist es, das zu ändern.
Vernetzung mit Justiz, Suchthilfe und Sozialarbeit. Wer straffällig geworden ist, braucht eine echte Chance auf Veränderung. Dafür möchten wir den spielfrei24 noch mehr mit Gefängnissen, Beratungsstellen und sozialen Hilfsangeboten vernetzen und hier eng zusammenarbeiten.
Alternative Sanktionen für Spielsüchtige. Therapie statt Strafe –
das ist für Drogensüchtige längst möglich. Doch bei Glücksspielsucht gibt es bisher keine entsprechenden Regelungen. Dabei sind die Mechanismen der Sucht vergleichbar, und eine Behandlung wäre oft der sinnvollere Weg, um erneute Straftaten zu verhindern. Wir möchten auch für die Glücksspielsucht die gesetzliche Verankerung von Therapie statt Strafe erreichen.
Mehr Aufmerksamkeit für Glücksspielsucht. Glücksspiel ist allgegenwärtig, doch die wenigsten wissen, wie tief die Sucht greifen kann. Wir setzen uns dafür ein, dass das Bewusstsein für diese Problematik wächst – in der Gesellschaft, in der Politik und in der Justiz.
Restart bedeutet zweite Chance
Unser Ziel ist es, Menschen zu helfen, die aus der Spielsucht aussteigen wollen, und gleichzeitig ein gerechteres System zu schaffen, das Spielsucht nicht ignoriert.
Wer mehr über das Projekt erfahren möchte oder sich engagieren will, kann uns jederzeit kontaktieren. Ihr habt Fragen oder wollt helfen? Dann schreibt uns einfach an info@spielfrei24.de
Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, echte Veränderung zu schaffen.